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Krieger des Lichts


© Ursula Hohlweg
© Ursula Hohlweg

Zitate aus Paulo Coelho's "Handbuch des Kriegers des Lichts"

 

Ein Krieger des Lichts glaubt. Weil er an Wunder glaubt,
geschehen auch Wunder. Weil er sich sicher ist, dass seine Gedanken
 sein Leben verändern können,
 verändert sich sein Leben. Weil er sich sicher ist,
 dass er der Liebe begegnen wird,
begegnet ihm diese Liebe auch. Manchmal wird er enttäuscht, manchmal verletzt. Aber der Krieger weiß, dass es sich lohnt. Für jede Niederlage
 gibt es zwei Siege. Alle, die glauben, wissen das.

 

Ein Krieger des Lichts achtet auf den Blick eines Kindes, weil Kinder die Welt ohne Bitterkeit sehen können. Wenn er wissen möchte, ob ein Mensch sein Vertrauen verdient, schaut er ihm mit den Augen eines Kindes ins Gesicht.

 

Ein Krieger des Lichts weiß zu unterscheiden zwischen dem, was vergänglich ist,
 und dem, was endgültig ist.

 

Ein Krieger des Lichts weiß,
 was er will. Er braucht keine
 Erklärungen abzugeben.

 

Ein Krieger des Lichts nutzt alle Gelegenheiten, sein eigener Meister zu werden.

 

Ein Krieger des Lichts tut immer Außergewöhnliches. Er fürchtet sich weder,
 über vergangenen Schmerz zu weinen,
 noch, über Neuentdecktes zu jauchzen. Wenn er spürt, dass die Stunde gekommen ist, lässt er alles zurück und bricht zu dem Abenteuer auf, von dem er immer geträumt hat. Ein Krieger verbringt seine Tage nicht damit, eine Rolle zu spielen, 
die andere für ihn ausgesucht haben.

 

Nie verliert ein Krieger des Lichts
seinen leuchtenden Blick.

 

In dem Augenblick, in dem er los schreitet, erkennt ein Krieger des Lichts den Weg. Er selbst hat seinen Weg gewählt,
 auf dem er jetzt geht, und keinen Grund, 
sich zu beklagen.

 

Um an seinen eigenen Weg zu glauben, 
muss er nicht zuerst beweisen, 
dass der Weg des anderen falsch ist. Er zweifelt seine Entscheidung nicht an
 und weicht nicht von seinem Weg ab,
 selbst wenn die Umstände
 nicht seinen Vorstellungen entsprechen. Ein Krieger des Lichts geht den eingeschlagenen Weg bis ans Ende.

 

Ein Krieger des Lichts braucht Liebe. Zuneigung und Zärtlichkeit
 gehören zu seiner Natur wie Essen, Trinken
 und die Lust am Guten Kampf. Ein Krieger lässt sich nicht einschüchtern,
 wenn er sich holt, was er braucht.
 Ohne Liebe ist er nichts.

 

Ein Krieger des Lichts teilt seine Welt 
mit den Menschen, die er liebt.

 

Ein Krieger des Lichts weiß, dass 
in der Stille seines Herzens eine Ordnung liegt, die ihm den Weg weist. Er lässt sich nicht von Menschen verwirren, 
die den Verzicht predigen, weil sie unfähig sind zu einem Ergebnis zu kommen.

 

Auch ein Krieger des Lichts verliert
 manchmal den Glauben. Doch der Krieger des Lichts 
schreitet auch ohne Glauben voran. 
Er kämpft weiter, und am Ende 
kehrt der Glaube wieder zu ihm zurück.

 

Der Krieger des Lichts hat gelernt, dass es besser ist, dem Licht zu folgen. Er weiß, dass das Universum seine Worte nicht vergisst und sie als Zeugnis seines Denkens bewahrt. Und da er denkt, was er sagt, 
wird der Krieger am Ende zu dem, was er sagt.

 

Ein Krieger des Lichts 
steht zu seinem Lebenstraum.

 

Ein Krieger des Lichts versucht nicht,
 als etwas zu erscheinen. Er ist.

 

Die wahren Gefährten eines Kriegers 
sind immer zugegen, 
in guten wie in schlechten Zeiten.

 

Die Krieger des Lichts
erkennen einander am Blick.

 

Die Krieger des Lichts fragen sich häufig, was sie hier eigentlich tun. Es kommt auch vor, dass ihr Leben keinen Sinn hat. Das macht sie zu Kriegern des Lichts. 
Dass sie sich irren. Dass sie fragen.
 Dass sie einen Sinn suchen.
 Und ihn am Ende finden.

 

Wie auch der Faustkämpfer 
ist sich auch der Krieger des Lichts 
seiner ungeheuren Kraft bewusst. Er kämpft mit niemandem, 
der der Ehre des Kampfes nicht würdig ist.

 

Ein Krieger des Lichts 
kennt die Macht des Wortes.

 

Ein Krieger des Lichts teilt sein Wissen
 über den Weg mit den anderen. Er weiß, dass, wenn er am Ende des Weges 
in einem leeren Paradies anlangt,
 sein Kampf nichts wert war.

 

Mancher Krieger des Lichts richtet sein Augenmerk auf die kleinen Wunder des Alltags. Er ist fähig, das Schöne zu sehen,
 weil er die Schönheit in sich trägt, 
denn die Welt ist ein Spiegel und wirft
 einem jeden Menschen das Bild
 seines eigenen Gesichts zurück.